Eine Ära geht zu Ende

Adrian Frei, Geschäftsführer der Wanner AG, ist seit über 40 Jahren im Betrieb. Angefangen hatte er als Vorarbeiter. Dank diversen Weiterbildungen und Herzblut für den Beruf wurde er Abteilungsleiter und ist seit 1997 Geschäftsführer der Firma. Ende Mai 2019 wird er pensioniert.

Adrian Frei, bevor wir über Ihre baldige Pension reden. Was sind Ihre persönlichen Highlights Ihrer beruflichen Karriere?
Rückblickend bin ich schon ein bisschen stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich lernte ursprünglich einmal Maurer. Nach Weiterbildungen zum Vorarbeiter, Polier und Maurermeister absolvierte ich noch einen Abschluss zum eidg. dipl. Betriebswirtschafter. Mit diesem Rucksack und meiner Begeisterung für den Bauberuf habe ich mich nach und nach zum Geschäftsführer der Wanner AG hochgearbeitet. Übrigens ist auch heute noch meine Empfehlung an unsere jüngeren Mitarbeitenden: Weiterbildung, Engagement und Freude am Beruf sind die Schlüssel zum Erfolg.

Welche geschäftlichen Meilensteine fallen Ihnen spontan ein?
Der Aufbau und die Einführung unseres zertifizierten Managementsystems
nach ISO 9001 und der Aufbau des professionellen Arbeitssicherheitssystems «integrierte Sicherheit». Der dadurch erzielte Rückgang der Arbeitsunfälle macht mich stolz. Mein erster Grossauftrag im Jahr 1984 hat mich auch geprägt: eine umfangreiche Betonsanierung am Zentrallager der Swissair. Es hat so viele Highlights gegeben, dass meine
Erzählungen den Rahmen sprengen würden…. aber spannend war es immer.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie an Ihre Pension denken?
Grundsätzlich freue ich mich natürlich auf meine Pension und die damit verbundene freie Gestaltung meiner Tagesabläufe. Ab und zu mache ich mir natürlich auch Gedanken, ob es mir nicht langweilig wird mit so viel Freizeit. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich diese mit meinen Hobbys und Aufgaben zuhause sinnvoll nutzen kann.

Was wird Ihnen fehlen?
Bestimmt mein berufliches Umfeld. Meine Arbeitskollegen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Geschäftspartner etc. Auf jeden Fall alle, die mich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten begleitet haben. Damit der Kontakt nicht völlig abreisst, bin ich weiterhin in Fachgremien und Verbänden präsent.

Worauf freuen Sie sich besonders?
Auf ausgedehnte Reisen mit meiner Partnerin Eva. Sommer und Winter in den Bergen, Frühling und Herbst irgendwo auf der Welt. Aber ganz besonders freue ich mich, dass ich den November – der ja meist regnerisch und kalt ist in der Schweiz – nicht mehr hier verbringen muss.

Was wünschen Sie Ihrer Nachfolge?
Erfolg, Genugtuung und Zufriedenheit in jeder Aufgabe.

Was möchten Sie noch erreichen? Gibt es konkrete Ziele?
Ich möchte vor allem gesund bleiben, damit ich meinen Ruhestand so lange wie möglich geniessen kann.

Grazia Ganci/März 2019


Siehe auch: Besondere Jubilare im 2018